Allgemeine Angaben - Zweckverband

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Allgemeine Angaben

Abwasser

Der Zweckverband Wasser und Abwasser Orla betreibt zur Sicherstellung einer umweltgerechten Abwasserbeseitigung im Verbandsgebiet folgende Anlagen:
      15         Kläranlagen
    228,2 km Kanalnetz
      20          Regenüberlaufbecken & Stauraumkanäle
      10          Regenrückhaltebecken
      18          Abwasserpumpwerke


Die meisten Haushalte und das Gros der Industriegebiete im Verbandsgebiet sind an zentrale Kläranlagen angeschlossen. Neben Pößneck gibt es auch in Neustadt an der Orla und Triptis neue moderne Kläranlagen. Das Abwasser der Burgstadt Ranis wird seit 2001 in einer neuen Anlage aufbereitet, sodass das Abwasser aller vier Städte unseres Verbandsgebietes entsprechend dem Stand der Technik aufbereitet wird.

Anschlussgrad per 31.12.2016 (nach Einwohnern)
- zentrale Kläranlagen     70,04 %
- Teilortskanalisationen   21,25 %
- Kleineinleiter                 8,71 %

Die gegenwärtig noch nicht an zentrale Abwasserbehandlungsanlagen angeschlossenen Haushaltungen befinden sich überwiegend im ländlichen Raum südlich und nördlich der Orlasenke.


Die Kanalisation ist kein Müllschlucker:

Zigarettenkippen, Wattestäbchen, Windeln, Binden, Kondome und Katzenstreu gehören nicht in die Toilette sondern in den Mülleimer. Solche Abfälle behindern den Abfluss im Kanal und führen zu Verstopfungen.

Speisereste haben hier ebenfalls nichts zu suchen - sie erhöhen den Nährstoffgehalt und damit den Reinigungsaufwand auf der Kläranlage ganz erheblich. Außerdem werden Ratten angelockt. Das gilt natürlich ganz besonders für Rückstände aus Hausschlachtungen, die in unserer Gegend noch regelmäßig stattfinden.

Selbstverständlich ist, dass in die Kanalisation keine feuergefährlichen und explosionsfähigen Flüssigkeiten wie Treibstoffe eingeleitet werden dürfen. Solche Einleitungen können beispielsweise im Zusammenhang von Verkehrsunfällen und Leckagen an Öltanks auftreten - in diesen Fällen ist unser Verband umgehend zu informieren, damit unsererseits sofort notwendige Schutzvorkehrungen getroffen werden können.

Die Qualität des eingeleiteten Rohabwassers aus den Haushaltungen hat sich seit 1990 in einigen Punkten geändert: Moderne Waschmittel sind heute phosphatfrei, so dass es an dieser Stelle nicht mehr zu den DDR-typischen Aufkonzentrationen kommt. Verschlechtert hat sich die Situation beispielhaft auf zwei anderen Feldern: So spielt die Einleitung von Medikamentenresten heute eine wesentlich größere (und gefährlichere) Rolle, ein gänzlich neues Problem stellt die Einleitung von Abwässern aus der Fassadenreinigung dar.

Ein Liter Öl macht eine Million Liter Wasser ungenießbar. Deshalb müssen Motoröle und auch alte Speiseöle und -fette bei den einschlägigen Sammelstellen abgegeben werden. Mineralölverkaufsstellen sind laut Altölverordung zur kostenfreien Entgegennahme von Altöl verpflichtet. Farbreste, Lösungsmittel u.ä. können ebenfalls kostenfrei zum Abfallbehandlungszentrum Wiewärthe in Pößneck oder zum Schadstoffmobil des ZASO gebracht werden.

Wer unerlaubte Stoffe in die Kanalisation einleitet, ist mit dem Druck auf die Spülung zwar seine "Probleme" los, belastet jedoch das Kanalnetz und gefährdet neben der Kläranlage auch unsere Gewässer. Gefährliche Inhaltsstoffe lösen sich bei der Abwasserbehandlung nicht in Luft auf - neben der Gefährdung der Ablaufwerte kann es zu einer Anreicherung im Klärschlamm kommen, der dann ebenfalls nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen standhält. All das führt schließlich zu höheren Kosten bei der Abwasserentsorgung.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü